Auch Wurzeln haben Haare …
Jetzt im Frühling beginnt überall neues Leben zu keimen. Was dabei unter der Erde meist im Verborgenen bleibt, wird hier sichtbar: eine junge Wurzel. Das „fellige“ oder schimmelartige Gebilde, das auffällt, sind sogenannte Wurzelhaare. Dabei handelt es sich um winzige Ausstülpungen einzelner Zellen der Wurzeloberfläche, die in großer Zahl dicht nebeneinander vorkommen.
Sie folgen einem grundlegenden Prinzip der Biologie: der Oberflächenvergrößerung. Durch die vielen Wurzelhaare vergrößert die Pflanze ihre Kontaktfläche zum Boden erheblich und kann dadurch Wasser und Mineralstoffe deutlich effizienter aufnehmen.
Dieses Prinzip findet sich auch in vielen Bereichen des menschlichen Körpers – zum Beispiel in der Lunge, im Dünndarm oder im Gehirn.
