Schön, duftend, giftig.
Das Maiglöckchen wirkt mit seinen kleinen weißen Blüten harmlos und duftet angenehm nach Frühling. Doch die Pflanze gehört zu den giftigsten heimischen Frühblühern.
Der Grund sind sogenannte Herzglykoside. Die Giftstoffe greifen die Natrium-Kalium-Pumpen in Körperzellen an. Dadurch wird die elektrische Erregungsweiterleitung besonders im Herzen gestört. Somit schützen diese Stoffe das Maiglöckchen vor Fressfeinden. Besonders clever: Während die Pflanze Tiere abschrecken will, lockt sie gleichzeitig mit ihrem Duft Insekten zur Bestäubung an.
Das Maiglöckchen zeigt damit, wie raffiniert Pflanzen an ihre Umwelt angepasst sind: schön, duftend, aber auch gleichzeitig bestens verteidigt.
